Welle an Pflege-Anträgen erwartet
Welle an Pflege-Anträgen erwartet
Die WAZ berichtet über die erwarteten Auswirkungen der geplanten Pflegereform – und eine mögliche "Welle von Pflege-Anträgen", mit der Fachleute in Nordrhein-Westfalen rechnen. Viele Versicherte könnten ihre Anträge gezielt vorziehen, um noch von den bisherigen Regelungen zu profitieren. So heißt es: "Wir rechnen mit einem deutlichen Vorzieh-Effekt, weil Versicherte noch in den Genuss der alten Pflegegradregeln kommen möchten."
Die Medizinischen Dienste stellen sich bereits auf steigende Zahlen ein. Allein in Westfalen-Lippe wird kurzfristig mit einem Anstieg von rund zehn Prozent gerechnet, "eine Schätzung […] auf dem erwarteten demografischen Anstieg und dem Vorzieh-Effekt der Reform basiert".
Die Reformpläne sehen unter anderem vor, die Hürden für einen Pflegegrad anzuheben und stärker auf Prävention und Rehabilitation zu setzen. Gleichzeitig kommen im Artikel auch die Perspektiven von Betroffenen zur Sprache: wir pflegen NRW warnt, dass dadurch nicht nur der Zugang zu Leistungen erschwert werden könnte, sondern auch Höherstufungen schwieriger würden. Besonders Menschen mit schweren körperlichen Einschränkungen könnten künftig schlechter gestellt sein und weniger Unterstützung erhalten.
Zugleich wird deutlich, dass sich das Antragsverhalten bereits verändert: Menschen stellen schon heute früher Anträge, während gleichzeitig die Zahl der Ablehnungen steigt. Insgesamt zeigt der Artikel, dass die geplante Reform auf erhebliche Kritik stößt und mit spürbaren Folgen für Pflegebedürftige und Angehörige verbunden sein dürfte.