Aus ganz Nordrhein-Westfalen waren die Teilnehmenden zu unserem ersten Workshop dieser Art angereist. Teilweise waren sie bereits in einer Selbsthilfegruppe aktiv und suchten Impulse für neuen Schwung. Es nahmen aber auch pflegende Angehörige teil, die gerade erst überlegen, eine solche Gruppe zu gründen. Alle erhielten an diesem Tag Informationen darüber, worauf es in der Selbsthilfe ankommt und wie sich praktische Probleme lösen lassen. Mit kurzen Impulsvorträgen lieferte Melanie Bialowons den Stoff für ausgiebigen Erfahrungsaustausch im Plenum und in Kleingruppen. Ihr Motto des Workshops: "Selbsthilfe beginnt mit einer Idee – und wächst durch Menschen, die sie teilen."
Inhalte des Tages
- Was man unter gemeinschaftlicher Selbsthilfe versteht
- Der Wert der Selbsthilfe
- Wie aus einer Idee eine lebendige Gruppe entsteht
- Was eine gute Selbsthilfegruppe ausmacht - wie man Stolpersteine meistert
- Wie wir pflegen NRW e.V. neuen und bestehenden Gruppen unterstützt
Fazit
An diesem Tag wurde umfangreiches Wissen darüber vermittelt, das pflegende Angehörige ermutigt, inspiriert und praktisch unterstützt, wenn sie eine Selbsthilfegruppe gründen, leiten oder besuchen. Dazu zählten einige wichtige Regeln, die dafür sorgen, dass eine solche Gruppe auf Dauer trägt und wächst: zum Beispiel ein Austausch der Teilnehmenden auf Augenhöhe, gegenseitige Wertschätzung und Offenheit sowie die Bereitschaft, sich gegenseitig zu unterstützen. Wenn das gelingt, profitieren die Teilnehmenden erheblich. Nicht zufällig gilt eine gute Vernetzung von Betroffenen als beste Gesundheitsvorsorge, denn sie stärkt, lindert Einsamkeit und gibt im Pflegealltag Halt.
Für Melanie Bialowons zählte zu den wichtigsten Erkenntnissen: "Selbsthilfe wächst durch Beziehung – und durch kleine Schritte, nicht durch Perfektion" - "Selbsthilfe ist kein Ort für Probleme, sondern für Menschen, die etwas gemeinsam tragen" - "Hier wird nicht geurteilt, hier wird verstanden!"